#76 – Diese Fragen solltest du dir beim Deutsch lernen stellen!

Von Zeit zu Zeit sollte man in einem Lernprozess hinterfragen, ob der Weg, den man gewählt hat, einen auch wirklich an sein Ziel bringt. Und das gilt fürs Deutsch lernen genauso wie fürs Tennis- oder Klavierspielen oder für die Vorbereitung auf eine wichtige Prüfung. In dieser Folge von Deutsches Geplapper gebe ich dir deswegen einen kleinen Fragenkatalog an die Hand, mit dem du deine Lernroutine mal wirklich auf die Probe stellen kannst, um sie am Ende noch effektiver zu gestalten. Und die Dinge, die nicht funktionieren in deinem Lernprozess, die, die dich nur Zeit und Energie kosten, ja, die kannst du am Ende ganz einfach eliminieren.

Herzlich willkommen bei Deutsches Geplapper. Ich bin Flemming, Deutsch-Coach von Natural Fluent German. Dieser Podcast ist für dich, wenn du dein Hörverstehen verbessern, deinen Wortschatz erweitern, das echte Alltagsdeutsch kennenlernen und mehr über Deutschland erfahren möchtest. Die Transkripte zum Mitlesen findest du unter www.naturalfluentgerman.com. Übrigens, Deutsches Geplapper gibt’s auch bei YouTube. Und nun viel Spaß beim Hören! 

Ich begrüße dich, liebe Deutschlernerin, lieber Deutschlerner! Ich begrüße dich hier aus meinem kleinen Gewächshaus, kann ich schon fast sagen, aus meinem kleinen Pflanzenstudio, ja, und ich bin gerade in einer kleinen Übergangswohnung. Ich musste meine alte Wohnung verlassen, deswegen, das ist so eine kleine Zwischenphase jetzt und deswegen bin ich hier, wo so viele Pflanzen um mich herum stehen. Fühlt sich aber ehrlich gesagt ganz gut an. Also moin moin erstmal und schön, dass du wieder eingeschaltet hast hier bei Deutsches Geplapper. Heute bist du mich hier wieder alleine, aber heute gibt es keine Kurzgeschichte, so wie zuletzt, wenn ich alleine war, sondern heute eine kleine Folge, in der ich deinen Lernprozess wieder mal so ein bisschen vereinfachen will oder effektiver gestalten will und das mithilfe von einigen ganz ganz wichtigen Fragen, die du dir stellen solltest, wenn du eben immer noch damit kämpfst, nicht wirklich so zu sprechen, Deutsch zu sprechen, wie du möchtest, so wie du es dir wünschst. Wenn man, egal was man lernt, ob es Sprachen sind, Sport oder ob man für irgendwelche Prüfungen pauken muss, ob es theoretische Dinge sind, ob es praktische Dinge sind, ob man wirklich angefangen hat, etwas umzusetzen oder nur darüber nachdenkt, in jedem Lernprozess ist es hin und wieder mal entscheidend, wirklich diesen Prozess selbst zu hinterfragen. Das heißt, wirklich alles mal auf den Prüfstand zu stellen, wie wir sagen, oder alles auf den Kopf zu stellen, gerne auch, wenn es ein bisschen drastischer sein muss, um wirklich zu gucken, was funktioniert eigentlich und was funktioniert nicht. Und wenn du jetzt in der schönen Lage bist, dass du wirklich seit Wochen, Monaten, Jahren immer nur Fortschritte machst und immer nur Wachstum siehst, also intellektuelles Wachstum, das Wachstum deiner Sprachfähigkeiten, dann ist alles gut. Dann mach weiter so. Und wenn du zufrieden bist mit deinem Level, mit deinem Niveau, auch dann mach einfach weiter so oder bleib bei dem, was du tust. Ich denke, dann gibt es da keinen großen Bedarf, auch wenn man Dinge verbessern kann, ist ja immer die Frage, möchte man das überhaupt, ist der Aufwand, ist es der Ertrag wert, den man hat, oder beziehungsweise ist der Ertrag den Aufwand wert, so rum. Und wie gesagt, wenn du hier mit allem zufrieden bist, dann musst du nicht weiter darüber nachdenken, was du für dich selbst noch optimieren könntest in deinem Lernprozess. 

Aber ich denke, bei den meisten ist es einfach nicht der Fall. Die meisten Leute, die meisten Sprachenlernerinnen, die meisten Sprachenlerner wollen einfach ein bestimmtes Niveau erreichen, beziehungsweise vielleicht auch gar nicht ein konkretes Niveau oder ein konkretes Ziel im Kopf, sondern einfach immer besser werden. Auch das kann ein Ziel sein. Ich sage immer, es ist sinnvoll, sich Ziele zu setzen, sich ganz konkrete Ziele zu setzen, um sie dann irgendwann auch erreichen zu können und von diesem Ziel aus wieder eine neue Basis zu haben, von der aus man weitergeht. Das ist sehr sinnvoll. Für manche ist es aber einfach das Ziel, in jeder Hinsicht besser zu werden, in den entscheidenden Bereichen, in den fürs Leben entscheidenden Bereichen. Man ist immer sehr gut beraten, glaube ich, wenn man das nicht auf jeden einzelnen Bereich bezieht. Ich weiß, wovon ich rede, ich bin auch jemand, der hier und da zu Selbstoptimierung neigt, sowohl im Sport als auch beim Thema Sprachenlernen, als auch beim Thema Lernen allgemein. Ich möchte wirklich viele Dinge sehr, sehr richtig und sehr, sehr gut machen, auch was meinen Körper und meine Gesundheit betrifft und ich merke manchmal, dass ich hier und da über das Ziel hinaus schieße. Das heißt, dass ich einfach wirklich zu viele Dinge an mir selbst verbessern und optimieren will. Das ist ja so ein bisschen der allgemeine Trend in den vergangenen Jahren geworden. Viele Menschen arbeiten an ihrer Persönlichkeit, an ihrer persönlichen Entwicklung und merken dabei gar nicht, dass sie einfach gar nicht mehr zufrieden sind, so wie sie es eigentlich wollen. Dass diese Selbstoptimierung ihnen hier und da einfach mehr schadet, als dass sie ihnen etwas Gutes bringt. Deswegen ist es wirklich sinnvoll, sich da auf einzelne wenige Bereiche zu fokussieren, in denen man wirklich diese volle Konzentration hat und diese Optimierung vorantreibt und dann ist es, glaube ich, auch etwas, was sehr produktiv, konstruktiv fürs eigene Leben sein kann. Und wenn wir jetzt vom Bereich Sprachenlernen ausgehen, ist das definitiv ein Faktor, den man mit voller Konzentration optimieren kann und da muss es nicht unbedingt sein, dieses feste Ziel zu haben, sondern es kann auch sein, dass das Ziel wirklich oder dass der Weg in diesem Fall das Ziel ist und das Ziel wirklich ist, immer weiter zu kommen, immer weiter zu kommen. 

Genau, so, das als kurze Einführung zu diesem kleinen Thema hier heute. Und dann möchte ich auch gleich schon mal beginnen mit den Fragen, die man sich stellen sollte, die du dir stellen solltest, wenn du jetzt etwas verbessern möchtest. So, und die allererste Frage, die ich hier nennen möchte, ist: „Was konkret will ich verbessern?“ Und diese Frage sollte man sich für jeden Bereich beim Thema Sprachenlernen stellen. Also, möchte ich jetzt mein Hörverstehen verbessern oder möchte ich meine Schreibfähigkeiten verbessern? Möchte ich schöner schreiben können? Möchte ich meinen Akzent ablegen? Möchte ich einfach nur flüssiger und entspannter sprechen können? Ich glaube, das trifft auf die meisten von euch zu. Also, jeden einzelnen Bereich hinterfragen. So, wenn man jetzt das Ziel hat, alles zu verbessern, dann verbessert man eben alles. Es ist aber wichtig, sich hier auch, selbst wenn man verschiedene Bereiche verbessern möchte, sich auch hier je nach Bereich so ein bisschen zu spezialisieren bzw. zu fokussieren auf einzelne Übungen, auf einzelne Techniken. Darüber habe ich schon öfter geredet und ich erzähle dazu gleich noch ein bisschen mehr. Also, ich gucke erstmal, welchen Bereich und was konkret möchte ich verbessern? 

Das zweite wäre die Frage: „Warum will ich das überhaupt verbessern?“ Wenn ich jetzt beispielsweise sage, ich möchte meinen Akzent ablegen, dann wäre die Frage nach dem „Warum“ hier auch sehr wichtig. Mache ich das aus eigener Motivation, weil ich finde, dass ich nicht gut klinge, dass mein Deutsch schlecht klingt? Oder mache ich das, weil mir ständig Leute, Kollegen, Patienten, wer auch immer, je nachdem, was du für einen Beruf hast, dass sie mir ständig sagen, dass sie mich nicht verstehen? Das wäre ein wichtiger Grund, um wirklich an der eigenen Aussprache zu arbeiten. Wenn mir das aber niemand sagt und mich alle gut verstehen können, dann denke ich bzw. dann kann ich sagen, dass es gar nicht so unbedingt sein muss, dass du deinen Akzent jetzt ablegst oder dass du jetzt sprichst wie eine Muttersprachlerin oder wie ein Muttersprachler. Ja, also das ganz konkret solltest du für dich hinterfragen. Warum will ich das überhaupt machen? Ist es nur meine Wahrnehmung oder sehen das auch die anderen so? Ja, und auch da sollte ich in jeden Bereich reingehen und meine persönliche Motivation hinterfragen. Und wenn ich dann merke, ja, vielleicht übertreibe ich hier ein bisschen, vielleicht muss das gar nicht sein, vielleicht kann ich meine Energie besser in anderen Bereichen einsetzen, dann ist alles gut. Ja, also nur wenn ich wirklich das Gefühl habe, dass meine Motivation auch gerechtfertigt ist, sollte ich weitere Handlungen einleiten. 

So, nächste Frage wäre: „Welche Übungen und Methoden gibt es denn überhaupt, um diese eine Sache zu verbessern?“ Ja, das heißt, ich werde jetzt nicht hier auf die unterschiedlichen Übungen eingehen, das würde zu lange dauern, aber ich gucke ganz genau, ich möchte einfach wirklich flüssiger sprechen. Was genau muss ich dafür tun? Welche Übungen kann ich hier machen? Welche Lernroutine sollte ich dann hier anwenden oder implementieren, um wirklich dieses Ziel zu erreichen? Ja, und es gibt für jeden Bereich verschiedene Übungen. Es gibt in jedem Bereich, in jedem Bereich beim Sprachenlernen verschiedene Übungen, die man anwenden kann, um hier das Niveau zu steigern. Wenn man auf das Gesamtniveau guckt, ist das nicht immer so ganz hilfreich, wenn die Leute mich fragen, „Flemming, was glaubst du, was habe ich für ein Niveau?“, dann sage ich immer, dass man das jetzt nicht gesamtheitlich betrachten kann, sondern wir müssen auf die Bereiche Hörverstehen, Leseverstehen, Aussprache, Wortschatz, Sprechen, Output, wir müssen auf die einzelnen Bereiche gucken. Und genau, deswegen ist es so wichtig, genau diese Übungen eben auch in diesen verschiedenen Bereichen zu machen, das habe ich auch schon oft gesagt. Also guck genau, welche Übungen gibt es hier überhaupt, welche Übungen kann ich machen,

 um meinen spezifischen Bereich zu verbessern, bei dem ich noch Probleme habe und in dem ich mich verbessern möchte. 

So, dann die nächste Frage in Bezug auf diese Übungen: „Welche davon, also welche von diesen Übungen habe ich denn schon gemacht und welche mache ich gerade?“ Auch das ist entscheidend, du musst natürlich gucken, welche kenne ich und welche habe ich schon getestet oder welche teste ich jetzt im Moment, in meiner aktuellen Lernroutine. Und dann die anschließende Frage: „Wie lange mache ich diese Übungen schon?“ Hier ist der Faktor Zeit wirklich ganz entscheidend, eine ganz entscheidende Kenngröße, um weitere Schlussfolgerungen daraus ziehen zu können. Also wie lange mache ich diese Übung für diesen einen Bereich schon? 

Eine weitere Frage: „Machen mir diese Übungen überhaupt Spaß oder hasse ich sie?“ Ja, auch das Thema, das kennst du, ja also, machen mir diese Übungen überhaupt Spaß oder mag ich sie überhaupt nicht, hasse ich sie vielleicht sogar? Das ist natürlich ganz wichtig, wenn dir die Übungen gar keinen Spaß machen und du dich jedes Mal zum Lernen quälen musst, dann würde ich dir vorschlagen, lass die Übung weg. Es sei denn, sie ist so unglaublich effektiv, dass du sie nur schwer weglassen kannst. Aber wenn sie so unglaublich effektiv wäre, obwohl du sie hast, dann denke ich, würdest du dir jetzt gar nicht die Fragen stellen, ob deine Lernroutine funktioniert oder nicht, weil dann würde sie funktionieren und dann würdest du diesen Aufwand oder diesen Frust auch in Kauf nehmen, weil du siehst, du machst gleichzeitig Fortschritte und wahrscheinlich würdest du diese Übung dann gar nicht hassen, weil du siehst, du machst gleichzeitig Fortschritte. Also, in den meisten Fällen sind die Dinge, die wir hassen, auch die Dinge, die uns nicht wirklich voranbringen. Das kann man mehr oder weniger so allgemein festhalten, auch wenn es da natürlich Ausnahmen gibt. 

Ja, so und die nächste Frage wäre dann mit dem Zeitfaktor jetzt, wie lange mache ich diese Übungen schon und die nächste Frage wäre jetzt: „Wie sehr unterscheiden sich denn meine heutigen Fähigkeiten von damals, als ich begonnen habe, diese Übung regelmäßig zu machen?“ Das ist natürlich nicht immer leicht, diesen Vergleich zu machen oder zu haben, aber hier kann ich dir wirklich empfehlen, falls du bis jetzt nichts in diese Richtung gemacht hast, eine Art Lerntagebuch zu führen, d.h. immer mal wieder aufzuschreiben, welche Übungen du wann gemacht hast und dann eben auch immer mal so ein eigenes Feedback oder beziehungsweise das Feedback von anderen in dieses Buch zu schreiben, d.h. so hast du die Chance, nach einem Jahr zu sehen, okay, ich habe damals mit dieser Übung angefangen, vor einem Jahr, um mein Hörverstehen beispielsweise zu verbessern und heute, ein Jahr später, fühle ich wirklich, dass mein Hörverstehen deutlich besser geworden ist. Also das wäre so ein wirklich wichtiges Feedback für dich selbst, damit du weißt, dass das, was du machst, einfach funktioniert. Deswegen dieses Thema Lerntagebuch, dazu werde ich in Zukunft auch wahrscheinlich noch mal eine ausführlichere Folge machen. Aber wichtig, versuch diesen Vergleich herzustellen zwischen damals und heute, deinen aktuellen Fähigkeiten und denen von früher, damit du auch weißt, ob das, was du machst, wirklich funktioniert. Und hier natürlich auch klar, wenn die Antwort jetzt ist, „Ich lerne jetzt seit drei Jahren Deutsch und mache immer dieselben Übungen und ich merke keine große Verbesserung“, dann solltest du etwas ändern. Dann ist es wirklich an der Zeit, deine Lernroutine auf den Kopf zu stellen und ganz genau zu gucken, was du brauchst und was dir nicht wirklich weiterhilft. Wenn du jetzt auch zum Beispiel jemand bist, der eher diese passive Lernmentalität hat, wie viele Deutschlernde, also nebenbei irgendwas hören, während ich eigentlich was anderes mache oder einfach nur so ein bisschen zu lesen, ohne wirklich bestimmte Begriffe zu übersetzen, ohne die Satzstrukturen aktiv zu erfassen, sondern nur den Kontext verstehen zu wollen, das ist hin und wieder hilfreich, aber auf Dauer ist es eben nichts, was dich weiterbringt. Und das ist etwas, was viele machen, was du aber auf jeden Fall vermeiden solltest und aus diesem Grund machen eben viele Leute nur langsame Fortschritte oder gar keine, weil sie eben diesen speziellen Ansatz nicht haben und weil sie eben auch nicht selbst hinterfragen, ob das, was sie machen, richtig ist und funktioniert. 

Ja, und eine letzte Frage, die man hier noch stellen könnte: „Welche Referenzen habe ich denn, die mir sagen, dass diese Methoden, die ich anwende, überhaupt funktionieren?“ Also, wenn du Übungen kennst, wenn du sie schon seit einem längeren Zeitraum machst, wenn sie dir Spaß machen, dann hast du wahrscheinlich auch irgendeinen Bezugspunkt, irgendeine Bezugsperson, von der du diese Übung übernommen hast. In den seltensten Fällen hast du dir diese Übung komplett selbstständig ausgedacht, nehme ich an. Also habe ich oder irgendein anderer Sprachcoach dir diese Übung gezeigt. Das wäre etwas, was natürlich sehr, sehr entscheidend wäre, um diesen Prozess zu beleuchten, um diese Übung, diese Technik zu beleuchten. Versuch immer von Leuten zu lernen, die das schon erreicht haben, was du erreichen möchtest. Da ist es nicht schlimm, wenn du Dinge kopierst, wenn du Dinge genauso machst, wie andere. Das machen die meisten Menschen, die erfolgreich sind heutzutage. Die meisten Menschen haben Erfolgsrezepte von anderen kopiert. Daran ist überhaupt nichts Schlechtes. Wenn alle Menschen so verfahren würden oder sich so verhalten würden, ich glaube, dann würden wir viele Probleme, die wir heutzutage auf der Welt haben, besser lösen können. Ja, wirklich durch Expertise von anderen lernen. Und beim Thema Deutsch lernen ist es genau so. Wenn du Übungen hast, wenn andere Polyglots, beispielsweise Leute, die wirklich viele Fremdsprachen richtig gut beherrschen, wenn du von denen Übungen übernimmst, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Übungen auch für dich funktionieren. Und wenn du gar keine Referenzen hast, wenn du gar keine Bezugspunkte hast zwischen einer Übung und einer Person, einem Experten auf dem Gebiet und diese Übung trotzdem machst, dann solltest du dich ernsthaft hinterfragen oder dein Konzept hinterfragen und mal schauen, ob das wirklich sinnvoll ist, diese Übung jetzt weiterzumachen, obwohl du gar nicht weißt, dass sie bei irgendwem schon mal funktioniert hat. Ja, wenn du selbst merkst, du hast eine Übung, die funktioniert super, egal, ob sie jemand anders schon mal gemacht hat oder nicht, die hast du dir vielleicht selbst ausgedacht, dann umso besser. Wenn das funktioniert, mach weiter so. Aber in den meisten Fällen funktioniert das leider nicht. 

So, das waren jetzt ein paar konkrete Fragen. Jetzt ist es an der Zeit, eben deine Ergebnisse zu überprüfen. Also, wenn du zu dem Ergebnis kommst, diese Übung, die du machst, funktioniert oder diese Übungen funktionieren, weil Weiterentwicklung sichtbar ist, weil sie dir Spaß machen, weil Referenzen zu einer Bezugsgröße, zu einem Experten da sind, dann ist alles gut. Dann hast du deinen Fragenkatalog hier hiermit erfüllt oder besser gesagt, dann hast du jetzt quasi deine Antwort, dass dein Lernprozess eben funktioniert, dass du auf dem richtigen Weg bist. Wenn du jetzt aber merkst, okay, diese Übung funktioniert nicht, weil ich mache nur ganz ganz kleine oder sogar gar keine Fortschritte und das seit Monaten oder Jahren und ich habe keine Referenzen zu einer anderen Person, einer Person, die es schon geschafft hat, die schon fließend mehrere Sprachen spricht und ich habe auch überhaupt keinen Spaß an dieser Übung, dann lass es. Eliminiere die Übung aus deinem Übungsplan. Streich sie dick und fett durch und versuch wirklich dann auch andere Übungen, die du kennst, in deinen Lernplan zu integrieren. Auch wenn das immer erstmal ein bisschen ein Heraustreten aus der Komfortzone ist, weil du musst dich erstmal an eine neue Übung gewöhnen, du musst erstmal auch gucken, wie lange du für diese Übung brauchst, welches Material du brauchst, welches Material mit dieser Übung kombiniert überhaupt funktioniert. Das sind erstmal so ein paar Schritte, die man durchlaufen muss, ein paar Fragen, die man sich stellen muss, aber in der Regel dauert das auch nicht allzu lange und wenn man dieses neue Element erstmal integriert hat in den eigenen Lernprozess, dann ist man schon einen ganzen Schritt weiter und wahrscheinlich auf dem Weg der Besserung, weil das, was du bis hierhin gemacht hast, scheint ja nicht so gut funktioniert zu haben, sodass du einfach etwas ändern musst und das ist wieder ein Schritt Richtung Weiterentwicklung. Du hast Fehler erkannt, sie eliminiert und neue Schritte implementiert, um voranzukommen. So ist es, so funktioniert ein effektiver Lernprozess und effektive Weiterentwicklung. Also bist du, wenn du das gemacht hast, auf dem richtigen Weg. 

Das bis hierhin. Ich denke, ich hoffe, das hat dir geholfen. Versuch das mal anzuwenden. Gib mir gerne Feedback bei YouTube. Schreib mir gerne einen Kommentar. Ja, und in dieser Sache noch eine Kleinigkeit, die auf jeden Fall funktioniert, nämlich die Übung, die Technik, die David von Linguathor und ich in der vergangenen Podcast-Folge Nummer 75 miteinander besprochen haben. David hat diese Translation Cubed entwickelt und wir haben beschlossen, diese Methode mit den Podcast-Folgen von Deutsches Geplapper zu kombinieren. Du bekommst alles, was du brauchst, um diese Technik selbst auszuüben. Das heißt, das Material dafür, also die Übersetzungen für die Folgen und das Material für die aktive Rückübersetzung. Und diese Übung wird dir dabei helfen, dein Hörverstehen zu verbessern und flüssiger zu sprechen, also wirklich Output zu kreieren. Ganz nebenbei lernst du dadurch eben auch wirklich viele neue Wörter kennen, weil einerseits durch den Input viel ins Gedächtnis gelangt und durch die aktive Nutzung dieser Wörter, wird eben auch das Langzeitgedächtnis dann immer mehr von diesem neuen Wortschatz abspeichern. Das ist ein ganz einfaches Prinzip, aber es ist eine super geniale Übung. Du bekommst alles, was du dafür brauchst, inklusive einer Schritt-für-Schritt-Anleitung auf meiner Patreon-Seite. Den Link findest du in der Folgenbeschreibung dieser Episode. Und ja, wenn du daran Interesse hast, dann mach das, melde dich dort an. Es sind ein paar Euro pro Monat, aber sie werden dir auf jeden Fall weiterhelfen und du bekommst eben jeden Monat Material für alle Folgen. Also ein super Deal für dich. Und wenn du weitere Fragen dazu hast, dann schreib mir gerne. Like diesen Podcast, like die Folge, bewerte sie, bewerte meinen Podcast, abonniere auch den Podcast, um keine Folgen mehr zu verpassen. Das wäre auch wirklich hilfreich für mich. Genauso wie weitere Empfehlungen an Freunde und Bekannte, die möglicherweise auch Deutsch lernen. All das hilft mir und Deutsches Geplapper, weiter voranzukommen. Auch ich möchte wachsen, auch ich möchte größer werden und noch mehr Leute eben erreichen, die die deutsche Sprache lernen oder das Sprachenlernen im Allgemeinen einfach mega interessant finden. Ich danke dir fürs Einschalten. Schön, dass du dabei warst. Wir sehen und hören uns nächste Woche hoffentlich wieder. Und da kann ich dir wieder versprechen, gibt es einen sehr, sehr interessanten Gast hier bei Deutsches Geplapper. Mach’s gut, bis bald, bleib gesund und frohen Mutes und entspannt und positiv. Ja, dann bis nächste Woche. Ciao.


Willst du gleich weiterhören? Hier ein paar Vorschläge:

Hier bekommst du das Material für die Translation³-Methode:
https://www.patreon.com/natural_fluent_german?fan_landing=true&view_as=public

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